Biotop-PV - mehr Leben durch mehr Struktur
Projektdaten
Fläche des Grundstücks | ca. 2,2 Hektar |
Derzeitige Bewirtschaftung | Brachfläche |
Geeignete biodiversitätsfördernde Maßnahmen |
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Lage der Fläche | Abseits des Ortes auf einer Anhöhe |
Größe und Art der geplanten PV-Anlage | 973 kWp in Ost-West-Ausrichtung |
Raumplaner | RaumRegionMensch DI Michael Fleischmann |
Ausgangssituation
Südwestlich der Ortschaft Klement (Gemeinde Ernstbrunn), auf einer Anhöhe ausßerhalb der Ortschaft, befindet sich eine alte Deponie auf einem ehemaligen Steinbruch, für die Planungen zur Errichtung einer Photovoltaik-Anlage bestehen. Die Gesamtfläche von etwa 2,2 ha wurde rekultiviert, für die Erstbegrünung wurde eine naturschutzrechtlich empfohlene Blühmischung verwendet. Aktuell wird die Fläche 1-2 mal pro Jahr gemäht.
Ziele
Es sollen durch verschiedene Maßnahmen (z.B. Schaffung von Biotopen) Lebensräume für unterschiedlichste Tiere geschaffen werden und eine große Biodiversität der Flora soll entstehen.
Durch die PV-Anlage sollen weder das Landschaftsbild, noch die ökologische Funktionstüchtigkeit des Lebensraums oder die Schönheit und der Charakter der Landschaft negativ beeinträchtigt werden.
Maßnahmen
Um die gesetzten Ziele zu erreichen, wurden bzw. werden folgende Schritte gesetzt:
- Schaffung von Kleinbiotopen: So sollen innerhalb der Anlage Lebensräume für Tiere entstehen. Dazu werden verschiedene Strukturelemente integriert (Trockensteinmauern/-haufen, Nisthilfen, Sammelstellen für Wasser, etc.).
- Verbesserung der Zugänglichkeit für Tiere: Durch den Verzicht auf herkömmliche Einzäunung haben Tiere die Möglichkeit, leicht auf das Gelände zu kommen. Sträucher und Hecken dienen als Einzäunung, die für Tiere kein Hindernis darstellen aber Menschen den Zutritt erschweren.
- Anlage einer Wildwiese: Die Artenvielfalt der Pflanzen wird durch eine vielfältige Wildwiese gefördert, die zeitweise beweidet werden soll. Durch hohe Aufständerung der PV-Module und größere Reihenabstände können sich die Pflanzen gut ausbreiten.
Ergebnisse
Durch die Ansaat der naturschutzrechtlich empfohlenen Blühwiese wird die Pflanzenvielfalt am Gelände bereits gefördert. Die ehemalige Deponie ist vor allem an den Begrenzungswallen am Rand artenreich bewachsen. In diesen Randbereichen entwickelt sich auch die Fauna: Es konnten Feldgrille und Zauneidechse nachgewiesen werden und auch eine charakteristische Vogelwelt findet gute Lebensbedingungen vor. Frühjahr bis Sommer 2023 wird ein Monitoring stattfinden.
Weitere Informationen und Kontakt
Siehe Protokoll, welches auf Anfrage digital erhältlich ist. Anfragen stellen Sie bitte an andreas.bauer@enu.at